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Umweltschutz und Nachhaltige Technolgie

Was sind umweltverträgliche Technologien?

Zu den wichtigsten umweltverträglichen Technologien gehören jene, die sich mit der nachhaltigen Energiegewinnung, der effektiven Nutzung der vorhandenen Rohstoffe, dem Abfallkreislauf, der Gewinnung von Trinkwasser und der Vermeidung des Schadstoffausstoßes bei allen Arten des Transportes beschäftigen. Die meisten fallen in einen der folgenden Bereiche:

Nicht nur die Gewinnung fossiler Rohstoffe wird immer schwieriger, auch die entstehenden Schadstoffe bei deren Verarbeitung bilden eine immer größere Belastung für die gesamte Umwelt. Dieses Problem wird in absehbare Zeit in dem Maße wachsen, wie der Vorrat an fossilen Rohstoffen abnimmt, aber die Anzahl der Menschen die auf diese angewiesen sind zunimmt.
Umweltverträgliche Energiegewinnung und Energiespeicherung konzentrieren sich hauptsächlich auf die Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und des Kohlenstoffdioxidausstoßes sowie auf die nachhaltige Stromerzeugung. Diese Ziele sollen unter anderem durch Gas- und Dampfkraftwerke, Rauchgasreinigungsanlagen, erneuerbare Energien wie Fotovoltaik, Biogas, Geothermie, Wasserkraft, Solarthermie und Windkraft erreicht werden. Des weiteren gehören auch Energiespeichertechnologien wie Druckluft- oder Wasserstoffspeicher oder Wasserstofftechnologien und Brennstoffzellenanwendungen dazu.

Solaranlagen und Windkraft sind ein Teil der Umweltverträglichen Technologien - Bild von: © VRD - Fotolia.com


Ebenfalls zunehmend wichtiger wird die effizientere Nutzung der Energie aus fossilen Rohstoffen. Da ein hundertprozentiger Ersatz dieser Energie aus erneuerbare Quellen in naher Zukunft noch nicht gewährleistet werden kann, die fossilen Rohstoffe aber immer knapper werden, ist eine immer effizientere Nutzung dieser besonders wichtig. Zu den Energieeffizienztechnologien gehören unter anderem Wärmeschutzverglasung und Wärmedämmung an Gebäuden, energieeffiziente Produkte wie Kühlschränke oder Energiesparlampen oder auch Motoren.

Rohstoffe

Da die Ölvorkommen in der Europäischen Union bereits in 10 Jahren zu Ende gehen werden und die gesamten Ölreserven (mehr dazu im Handelsblatt) in spätestens 50 Jahren, kommt der Suche nach umweltverträglichen Alternativen zu fossilen Brennstoffen eine besondere Bedeutung zu. Dasselbe gilt zum Beispiel auf für Metalle wie Blei, Zink oder Kupfer. Die Preise steigen, die Gewinnung, Erwerb und Import wird dagegen in zunehmendem Maße schwieriger und unsicher. Mit dem steigenden Verbrauch in den Schwellenländern steigt die Umweltverschmutzung auf der ganzen Welt durch die erhöhte Schadstoffbelastung von Luft, Boden und Wasser. Auch die Abfallbeseitigung der teilweise toxischen Rückstände wird problematischer. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wird besonders in eine bessere Materialeffizienz investiert, da damit der Rohstoffverbrauch und die Kosten für die Beschaffung stark gesenkt werden können. Zukunftsträchtig sind hier besonders die Entwicklungsbereiche Biokunststoffe und Biotechnologie, Biokraftstoffe sowie weitere Innovationen im Bereich der Werkstoffe, womit zum Beispiel der Verbrauch an Stahl und Holz verringert werden kann.

Recycling

Zurzeit werden bereits 12 Mrd. Tonnen Abfall von Menschen und Industrie gleichermaßen produziert. Durch die weltweit wachsende Bevölkerung und Industrialisierung in Entwicklungs- und Schwellenländern werden es im Jahre 2020 bereits 18 Mrd. Tonnen sein. Innovative Abfalltechnologien werden immer wichtiger, nicht nur für die Industrie-Nationen. Besonders in einer Zeit der sich verknappenden Rohstoffe kann es sich kaum ein Land noch leisten verwertbare Rohstoffe auf Deponien zu verschwenden. Ein Beispiel für dieses Umdenken ist das geforderte Verbot von Plastiktüten. Jede einzelne dieser Tüten kostet wertvolle Rohstoffe, wird aber oft nur kurzzeitig verwendet, bevor sie dann im Müll landet und bis zu 500 Jahre braucht, um sich endgültig zu zersetzen. Deutschland plant bis zum Jahr 2020 verwertbare Rohstoffe gar nicht mehr zu deponieren.

Süßwasser ist wohl mit die wichtigste natürliche Ressource und auch sie wird immer knapper. Schon heute haben über einer Milliarde Menschen nur unzureichenden Zugang zu Trinkwasser. Fast 80 % aller Krankheitsursachen in den Entwicklungsländern liegen in verunreinigtem Wasser. Tendenz stark steigend. Neben den erneuerbaren Energien bildet eine nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen wohl die wichtigste Herausforderung für umweltverträgliche Technologien. Dies betrifft die Meerwasser-Entsalzung, die Wiedernutzbarmachung von Regenwasser und Brauchwasser, verbesserte Wasserverteilungssysteme und die effizientere Nutzung von Wasser in der Industrie sowie in privaten Haushalten.

Für eine entwickelte Gesellschaft und Industrie ist Mobilität ein unverzichtbarer Faktor. Jedes Jahr steigen das weltweite Güterverkehrsvolumen sowie das Personenverkehrsaufkommen auf den Straßen und das Flugaufkommen in der Luft. Damit erhöhen sich auch Jahr für Jahr die CO2-Emissionen und der Verbrauch an immer knapper werdenden fossilen Brennstoffen. Ein Weg diese Entwicklung zu verlangsamen ist die Verlegung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schienen. Effiziente Logistik ist genauso nötig wie eine verbesserte umweltverträgliche Infrastruktur. Auch ein immer verbessertes Design hilft Kraftstoff einzusparen und die Lärmbelastung zu senken. Das betrifft unter anderem die Verwendung von Leichtbautechnologien und die Verringerung des Luft- und Rollwiderstandes. Zukunftsweisend ist besonders die Entwicklung neuer, effizienter Technologien wie Elektro- und Hybridantriebe oder auch Brennstoffzellen.